Förderung Wärmepumpen ab 2020


Staatliche Förderung von Wärmepumpen


Wir möchten Sie auf den folgenden Seiten über die Fördermöglichkeiten zu Wärmepumpen informieren.

Wenn Sie Ihre Heizung auf Erneuerbare Energien umstellen, werden Sie vom Staat belohnt. Für den Einbau einer Wärmepumpe können Sie eine Förderung entweder in Form eines Zuschusses vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder in Form eines zinsgünstigen Kredits der KfW-Bank beantragen.

Die Fördergelder kommen aus dem so genannten Marktanreizprogramm (MAP). Die Bundesregierung möchte hiermit die Energiewende in Deutschland vorantrieben.

ACHTUNG: Bitte beachten Sie, dass auch Im Rahmen des neuen Klimapaketes welches ab dem 1. Januar 2020 gültig ist, der Förderantrag muss immer vor Vorhabensbeginn bei der BAFA gestellt werden muss.


Die wichtigsten Änderungen zum 01. Januar 2020:

  • Umstellung auf eine Anteilsförderung: Für die Errichtung einer Wärmepumpe und den dazugehörigen notwendigen Umfeldmaßnahmen beträgt die Förderung sowohl im Bestand als auch im Neubau 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Durch eine Austauschprämie erhöht sich die Anteilsförderung beim Ersatz einer Ölheizung auf 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Weitere Bonusförderungen gibt es nicht mehr. Die technischen Anforderungen sind gleichgeblieben.
  • Förderung auch für Wärmepumpen, die nur die Bereitstellung der Raumheizung übernehmen - selbst wenn die Warmwasserbereitung nicht über Erneuerbare Energien erfolgt (z.B. mit Durchlauferhitzer)
  • Ausweitung der Förderung auf Hybridheizungen (Gas- sowie EE-Hybrid)
  • Verlängerung des Bewilligungszeitraums auf 12 Monate. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der BAFA www.bafa.de.


Allgemeines zur Förderung

Gefördert werden folgende effiziente, elektrische und gasbetriebene Wärmepumpen: 


•   Luft/Wasser-Wärmepumpen

•   Sole/Wasser-Wärmepumpen

•   Wasser/Wasser-Wärmepumpen

•   Gas-Wärmepumpen


Nicht gefördert werden folgende Anlagen:

 

•   … selbst gebaute Anlagen und Prototypen,

•   … gebrauchte Anlagen,

•   … Luft/Luft-Wärmepumpen

Gefördert werden Wärmepumpen, wenn sie zur… 


•   … kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden,

•   … Raumheizung von Gebäuden (Warmwasserbereitung muss nicht mehr über eine Wärmepumpe oder andere erneuerbare Energien erfolgen),

•   … Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

eingesetzt werden.


Bivalente Systeme sind ebenfalls förderfähig. Dies gilt auch für Ölheizungen, die um eine Wärmepumpe ergänzt werden. Wärmepumpen, die nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden, werden nicht gefördert!

Darüber hinaus muss… 


•   … ein Wärmemengen- und ein Stromzähler eingebaut,

•   … ein hydraulischer Abgleich durchgeführt (außer bei Direktkondensationswärmepumpen),

•   … ein Nachweis über die Anpassung der Heizkurve an das entsprechende Gebäude erbracht,

•   … mindestens eine Umwälzpumpe mit Mindest-Effizienzklasse A oder Energieeffizienzindex EEI gemäß Ökodesign-Richtlinie von 0,27 eingebaut werden.


Die Erfüllung der Anforderungen ist nachzuweisen. Beim Heizungstausch muss die auszutauschende Heizung mindestens zwei Jahre alt sein. Wenn eine ältere Wärmepumpe gegen eine neuere ausgetauscht wird und für die ältere Wärmepumpe auch Förderung in Anspruch genommen wurde, so muss die ältere Wärmepumpe mindestens sieben Jahre gelaufen sein. Sonst muss die Förderung für die ältere Wärmepumpe anteilig zurückgezahlt werden.

Um gefördert zu werden, muss die Wärmepumpe


1.   auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen des BAFA verzeichnet sein,

2.   bei elektr. Wärmepumpen eine Mindest-Jahresarbeitszahl erreichen, die anhand VDI 4650 Blatt 1 (in der jeweils aktuellen Fassung) berechnet wird,

3.   bei Gas-Wärmepumpen eine Mindest-Jahresheizzahl nach VDI 4650 Blatt 2 (Ausgabe 2013) erreicht werden.



In der Förderung im Bestandsgebäude gelten folgende Mindestwerte für die Jahresarbeitszahl (JAZ) bzw. Jahresheizzahl (JHZ):


•   Sole/Wasser & Wasser/Wasser-WP: 3,8 (Wohngebäude), 4,0 (Nicht-Wohngebäude)

•   Luft/Wasser-WP: 3,5 (Wohn- & Nicht-Wohngebäude)

•   Gas-WP: 1,25 (Wohngebäude), 1,3 (Nicht-Wohngebäude)

In der Förderung in Neubauten gelten folgende Mindestwerte für die Jahresarbeitszahl (JAZ) bzw. Jahresheizzahl (JHZ): 

•  elektrisch anbetriebene Wärmepumpen: 4,5 (Wohn- & Nicht-Wohngebäude)

•  gasbetriebene Wärmepumpe: 1,5 (Wohn- & Nicht-Wohngebäude)



Eine Ausnahme in der Förderung im Neubau bilden Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz. Hier gilt es, Mindestwerte bei der sogenannten System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) zu erfüllen:


•   Sole/Wasser oder Wasser/Wasser-WP mit ergänzender Luft-Wärmepumpe oder Solarthermie-Anlage: 4,3

•   Luft/Wasser-Wärmepumpe mit ergänzender Solarthermie-Anlage: 3,9

•   Wärmepumpe mit Eisspeicher: 4,1

•   Wärmepumpe mit Wärmequelle kalte Nahwärme: keine SJAZ-Mindestwerte einzuhalten

Die Wärmepumpe entzieht dem Untergrund, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft Wärme und führt sie dem Heizsystem des Gebäudes zu. Betrieben wird die Wärmepumpe in den meisten Fällen mit Strom, seltener auch mit Gas. Mit 1 Kilowattstunde (kWh) Strom kann man so bei fachgerechter Planung und Ausführung etwa 3 bis 5 kWh Wärme erzeugen. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,5 nutzt im Jahresschnitt 1 kWh Strom zur Bereitstellung von 3,5 kWh Wärme Die Jahresarbeitszahl zeigt so die Effizienz der Wärmepumpe auf. Mehr Infos finden Sie in der Richtlinie VDI 4650.

Ja.


Hier gelten verglichen mit bestehenden Gebäuden allerdings verschärfte Anforderungen (höhere Effizienz, Flächenheizung vorgeschrieben, Qualitätscheck nach einem Jahr). Neben dem MAP kann auch das KfW-Programm "Energieeffizient Bauen" (Programmnummer 153), in Anspruch genommen werden. 

Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs ist Voraussetzung für die Förderung einer Wärmepumpenanlage. Ohne den hydraulischen Abgleich bzw. ohne den entsprechenden Nachweis kann das BAFA den Zuschuss nicht bewilligen und auszahlen. Auch wenn die Durchführung des hydraulischen Abgleichs zusätzlichen Aufwand und weitere Kosten verursacht und so die Investition in „erneuerbare“ Heizungstechnik zunächst verteuert, führen hydraulisch abgeglichene Systeme im Nachhinein zu einem geringeren Energieverbrauch. 

Antragsberechtigt sind folgende Zielgruppen:


•   Privatpersonen

•   Wohnungseigentümergemeinschaften

•   Freiberufler

•   Unternehmen

•   Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände

•   sonstige juristische Personen des Privatrechts (insbes. gemeinnützige Organisationen und Genossenschaften)

•   Hersteller förderfähiger Anlagen, insofern sie Anlagen als Contractoren zur Nutzung durch Dritte betreiben.

Zu beachten sind die verschiedenen Antragsverfahren. 

Soll eine Erdsonde neu installiert werden, müssen besondere Qualitätskriterien beachtet werden:


  1. Das Bohrunternehmen muss ein W120-2-Zertifikat vorweisen.
  2. Für die Bohrung muss eine verschuldensunabhängige Versicherung abgeschlossen werden.


Entsprechende Nachweise sind bei der Antragstellung vorzulegen.

Für die Verlegung von Erdwärme-Kollektoren bestehen keine gesonderten Anforderungen.

In vielen Fällen ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) sinnvoll. Auf diese Weise kann ein Teil des PV-Ertrags im eigenen Haus verbraucht und der Bezug teureren Netzstroms vermieden werden. Natürlich können auch Wärmepumpen, die von der BAFA gefördert werden, mit einer PV-Anlage betrieben werden. Hierfür gibt es jedoch keine zusätzliche Förderung und trotz der besseren Energie- und Klimabilanz gelten dieselben Anforderungen.

Nur durch die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage, die die Sonnenenergie zur Bereitstellung von Wärme und nicht zur Stromerzeugung nutzt, kann zusätzliche Förderung herangezogen werden. 

Nein, das Marktanreizprogramm (MAP) fördert nur Wärmepumpen, die zu Zwecken der Raumheizung bzw. kombinierten Raumheizung und Trinkwasserbereitung eingesetzt werden. Eine Wärmepumpe, die neben Ihrer Heizfunktion im Sommer auch kühlen kann, wird – sofern alle Kriterien erfüllt sind – natürlich gefördert!

Es gibt allerdings neben dem MAP ein Förderprogramm bei der BAFA speziell für Kälte-/Klimaanlagen. Hier gelten allerdings spezielle Förderbedingungen und Anforderungen. Nähere Informationen finden Sie hier:

Bislang gab es keine Geräte > 100 kW in der BAFA-Liste der Wärmepumpen mit Prüfnachweis.


Hersteller dürfen jetzt unabhängig geprüfte Werte bringen, die BAFA-Liste wird dann sukzessive ergänzt werden, allerdings werden bei > 100 kW auch Herstellernachweise akzeptiert, die allerdings nicht in die Liste aufgenommen werden. Im Antragsformular gibt es die Möglichkeit einen Platzhalter für Hersteller und Sonderbauformen zu wählen.

Höhe der Förderung für Wärmepumpen

Die Höhe der Zuschüsse ist in einer Förderrichtlinie festgelegt, die vom zuständigen Bundeswirtschaftsministerium erlassen wurde. Ab 2020 wurde auf eine Anteilsförderung umgestellt. Das bedeutet, dass ein bestimmter Prozentsatz der förderfähigen Investitionskosten erstattet wird.



Folgende Zuschüsse werden gewährt:


  • Wärmepumpen, egal ob Neubau oder Bestand: 35 % der förderfähigen Kosten
  • Wärmepumpen, wenn hierdurch eine Ölheizung ersetzt wird: 45 % der förderfähigen Kosten.



Die Höhe der Förderung ist begrenzt durch eine Deckelung der anrechnungsfähigen, förderfähigen Kosten von maximal 50.000 EUR (brutto) pro Wohneinheit bei Wohngebäuden und von maximal 3,5 Mio EUR (brutto) bei Nichtwohngebäuden. Es können die Bruttokosten einschließlich der Mehrwertsteuer angesetzt werden, außer bei Zuwendungsempfängern die vorsteuerabzugsberechtigt sind, bei denen nur die Nettokosten berücksichtigt werden. Vorsteuerabzugsberechtigte können also maximal 42.016,81 Euro bewilligt werden.

Ab dem 01.01.2020 gibt es abgesehen von der Austauschprämie für Ölheizungen keine besonderen Bonusförderungen mehr.


Mehrkosten für effizienzsteigernde Maßnahmen können eventuell als förderfähige Kosten mit angerechnet werden und somit die Fördersumme erhöhen.

Die Austauschprämie für eine Ölheizung erhöht die Anteilsförderung von 35 auf 45 Prozent der förderfähigen Kosten.

Mit der Förderung im Neubau sollen besonders effiziente Wärmepumpen gefördert werden.



Hier müssen die Wärmepumpen entweder…


… eine JAZ von 4,5 (elektr. Wärmepumpen) bzw. eine JHZ von 1,5 (Gas-Wärmepumpen) vorweisen

ODER

… eine besonders hohe Systemeffizienz aufweisen. Damit sind Anlagen gemeint, die durch die Einbindung weiterer Bauteile besonders effizient sind.


Dazu zählen derzeit


1.   erdgekoppelte Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Luft oder Solarthermie-Anlage,

2.   Luft/Wasser-Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Solarthermie-Anlage,

3.   Wärmepumpen mit Eisspeicher,

4.   Wärmepumpen mit Wärmequelle ""kalte Nahwärme"".


Die Optionen und die technischen Anforderungen sind auf einer Liste beim BAFA aufgeführt. Bei diesen Konzepten ist die Effizienz über die sog. System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) mithilfe einer Simulationsrechnung nachzuweisen.


Zusätzlich zu den allgemeinen Förderanforderungen, sind im Neubau verpflichtend …

•   … die Verwendung von Flächenheizungen und

•   … ein Qualitätscheck nach einem Jahr inkl. Messung der Jahresarbeitszahl (JAZ)

Förderfähige Kosten sind die Anschaffungskosten der geförderten Anlage sowie die Ausgaben für Installation und Inbetriebnahme, die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung, sowie Ausgaben für notwendige Umfeldmaßnahmen. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel die Deinstallation und Entsorgung von Altanlagen, Bohrungen für Erdwärmesonden, Optimierungen des Heizungsverteilsystems, der Austausch von Heizkörpern bzw. der Einbau von Flächenheizungen oder die Installation eines Speichers.


Bei der Antragstellung müssen Kostenvoranschläge für die Leistungen, die gefördert werden sollen, eingereicht werden. Die Summe der im Antrag angegebenen Kosten ist Grundlage für die Zuwendungsentscheidung. Kosten, die über die bei Antragstellung angegebene Summe hinausgehen, können im Rahmen der Förderung nicht berücksichtigt werden. Wenn die Kosten geringer ausfallen als ursprünglich geplant, wird die Fördersumme gekürzt. Planen Sie daher solide auf der Grundlage eines Kostenvoranschlages mit angemessenem Puffer.


Förderfähig sind nur Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht beauftragt worden sind. Hierbei können die Bruttokosten einschließlich der Mehrwertsteuer angesetzt werden, außer bei Zuwendungsempfängern die vorsteuerabzugsberechtigt sind.


Die Höhe der Förderung ist begrenzt durch eine Deckelung der anrechnungsfähigen, förderfähigen Kosten von maximal 50.000 EUR (brutto) pro Wohneinheit bei Wohngebäuden und von maximal 3,5 Mio EUR (brutto) bei Nichtwohngebäuden. 

ACHTUNG: Welche Kosten im Einzelnen gefördert werden, ist dem Merkblatt des BAFA zu entnehmen.

Auch Luft/Wasser-Wärmepumpen müssen im Neubau eine Jahresarbeitszahl von 4,5 erreichen, damit man dafür eine Förderung erhalten kann. Für eine Luft-Wärmepumpe ist das ein hoch gestecktes Ziel. Erdgekoppelte Anlagen können eine JAZ von 4,5 leichter erreichen.


Für ein KfW-Effizienzhaus kann jedoch ein KfW-Kredit (Programm 153) in Anspruch genommen werden, Siehe dazu auch  KfW-Förderung für Wärmepumpen

Ja.


Förderung von Gas-Hybridheizungen

Im Bestand wird die Errichtung von Anlagen gefördert, die Gas-Brennwerttechnik mit einer oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (Solar-, Wärmepumpe-, Biomasseanlage) kombinieren. Die Förderung beträgt in diesem Fall bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die thermische Leistung des regenerativen Wärmerzeugers einer Hybrid-Anlage muss mindestens 25 % der Heizlast des versorgten Gebäudes (Gebäudeheizlast) betragen.


Förderung von EE-Hybridheizungen

Gefördert wird auch die Errichtung von Kombinationen von Heizungssystemen, die jeweils erneuerbare Energien nutzen (EE-Hybride aus Solarthermie, Biomasse und/oder Wärmepumpe). Voraussetzung dafür ist, dass die einzelnen Heizungssysteme aus denen der EE-Hybrid kombiniert wird die jeweils einschlägigen technischen Vorgaben erfüllen. Die Förderung bis zu 35 % der förderfähigen Kosten.

Weitere Anforderungen entnehmen Sie bitte der BAFA-Webseite www.bafa.de.

In den absolut meisten Fällen nicht.


Die Fördersätze wurden bereits zum 1. April 2015 und abermals zum 1. Januar 2016 signifikant erhöht. Mit dem im Jahr 2019 verabschiedeten Klimaschutzprogramm wurden nun die Fördergelder nochmal aufgestockt und auf eine Anteilsförderung umgestellt: Mit 35 bzw. 45 Prozent Anteilsförderung an den Investitionskosten ist die Förderung nun grundsätzlich so hoch wie nie zuvor. In einzelnen Fällen kann die neue Förderung im Vergleich zum alten Fördersatz aber auch etwas geringer ausfallen (z.B. beim Tausch einer alten gegen eine neue Wärmepumpe mit geringer Leistung).

Der Kumulierung - also die Inanspruchnahme mehrerer Förderprogramme für dieselbe Maßnahme - vom Marktanreizprogramm (MAP) über das BAFA und von KfW-Programmen sind enge Grenzen gesetzt. Grundsätzlich gilt ein sogenanntes Kumulierungsverbot. Folgende KfW-Programme sind jedoch ohne Einschränkungen mit dem MAP kumulierbar.



Folgende KfW-Programme sind jedoch ohne Einschränkungen mit dem MAP kumulierbar:



Andere KfW-Programme dürfen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die neue Wärmepumpe nicht (so wie der restliche Neubau) über das jeweils beantragte KfW-Programm finanziert wird. In diesem Fall würden die verschiedenen Förderprogramme lediglich kombiniert, nicht jedoch kumuliert.



Dies gilt vor allem für folgende KfW-Programme: 


Der Wärmepumpencheck lässt sich im Rahmen der förderfähigen Kosten fördern. Die bereits geförderten Anlagen aus den vergangenen Jahren, erhalten die Förderung des Qualitätscheck nach den alten Förderrichtlinien.

Das Antragsverfahren

Die Förderanträge müssen generell VOR dem Vorhabensbeginn gestellt werden. Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden ist. Dies gilt auch für die Bohrungen für Erdwärmeanlagen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrags beim BAFA. Die Beauftragung sollte frühestens nach Erhalt der Eingangsbestätigung durch das BAFA unterschrieben werden. Die Eingangsbestätigung wird automatisiert versandt, sobald der elektronische Antrag auf der BAFA-Website abgeschickt wurde, sodass unnötige Wartezeiten vermieden werden. Wenn Sie sicher gehen wollen, die Förderung tatsächlich erhalten zu können, warten Sie mit der Beauftragung bis zum Eingang des Zuwendungsbescheides (das kann einige Wochen dauern). 

Der Förderantrag kann nur elektronisch auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die notwendigen Angaben müssen alle auf der BAFA-Website eingetragen und anschließend abgeschickt werden. Auf dem Postweg muss nur noch eine unterschriebene Erklärung darüber, dass die gemachten Angaben wahrheitsgemäß sind, eingereicht werden. Welche Unterlagen zusätzlich, z.B. als Nachweis über die Erreichung der Fördervoraussetzung einzureichen sind, wird in der Eingabemaske erläutert.

Bei geförderten Wärmepumpenanlagen im Neubau muss nach einem Betriebsjahr ein Qualitätscheck der Anlage gemacht werden. Hierbei muss die berechnete JAZ im Förderantrag mit der im realen Betrieb tatsächlich erreichten JAZ verglichen werden.


Bei der tatsächlichen JAZ spielt aber neben der Qualität der Anlage auch das Nutzerverhalten eine nicht unerhebliche Rolle. Dieses kann während der Ermittlung der berechneten JAZ nur begrenzt berücksichtigt werden. Abweichungen sind also durchaus normal. Der gewährte Zuschuss wird nicht im Nachhinein zurückgefordert.


Der Vergleich soll bei erheblichen Abweichungen nach unten einen Anlass dafür bieten, die Anlage noch einmal zu überprüfen, ggf. Optimierungsmaßnahmen vorzunehmen bzw. den Nutzer über Effizienzpotenziale aufzuklären.

Sie dürfen jemanden, z.B. Handwerker, Anwalt, Verwandter, Nachbar, Energieeffizienzexperten, für das Verfahren bevollmächtigen. Das BAFA kommuniziert dann ausschließlich mit dem von Ihnen Bevollmächtigten.

Zur Erteilung einer Vollmacht nutzen Sie bitte das entsprechende BAFA-Formular. Dieses muss ausgefüllt und von Ihnen unterschrieben werden. Ihr Bevollmächtigter muss das Formular bei der Antragstellung im elektronischen Antragsformular hochladen.

Als Vorhabensbeginn zählt die Beauftragung des Subunternehmers durch den Bauträger. Für den Nachweis der Kosten wird noch eine Lösung gesucht, da der GU normalerweise nur eine Rechnung ohne MwSt. bekommt.

Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzähler sind so einzubauen, dass die Jahresarbeitszahl im praktischen Betrieb ermittelt werden kann. Das bedeutet:


  • Alle in den Heizungskreislauf und an die Warmwasserbereitung abgegebenen Wärmemengen müssen erfasst werden. Dies kann gegebenenfalls den Einbau mehrerer separater Zähler erforderlich machen.
  • Der Stromzähler muss so installiert sein, dass die eingesetzte Strommenge einschließlich der Strommenge für den Betrieb der peripheren Verbraucher, insbesondere der Grundwasserpumpe, der Soleumwälzpumpe, des Notheizstabes und der Regelung ermittelt werden kann. Es wird jedoch auch akzeptiert, wenn der Stromverbrauch für die Regelung nicht von dem Stromzähler der Wärmepumpe erfasst wird. Dies gilt ebenso für Gaswärmepumpen, bei denen die Ermittlung der Jahresarbeitszahl eigentlich auch unter Berücksichtigung des Stromverbrauchs für die Regelung erfolgen soll.

Nach Ihrer Antragstellung erhalten Sie eine automatische Eingangsbestätigung - nun können Sie mit der Maßnahme beginnen. Das BAFA prüft nun die Antragsvoraussetzungen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie anschließend den Zuwendungsbescheid. Wenn Sie sichergehen wollen, für Ihre Maßnahme auch eine Förderung zu erhalten, sollten Sie auf den Zuwendungsbescheid warten.


Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides haben Sie 12 Monate Zeit die Maßnahme umzusetzen (Bewilligungszeitraum). Spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes ist der Verwendungsnachweis inklusive der Anlagen und Nachweise über das elektronische Formular auf der BAFA-Homepage einzureichen. Kann die Maßnahme nicht innerhalb des Bewilligungszeitraums umgesetzt werden, ist VOR Fristablauf ein formloser Antrag bei der BAFA auf Fristverlängerung zu stellen.

Für bis zum 31.12.2019 beantragte Maßnahmen gelten die Bestimmungen der Förderrichtlinien vom 11.03.2015. Hier betrug der Bewilligungszeitraum nur 9 Monate.

Die Angebote dienen zunächst dazu die förderfähigen Kosten für Einbau und Installation der Wärmepumpe zu ermitteln und müssen während des Antragsverfahrens nicht mehr hochgeladen werden. Daher spielt es eine untergeordnete Rolle wie detailliert die Angebote ausgearbeitet wurden. Wichtig ist in erster Linie, dass sie zu einer adäquaten Einschätzung der anfallenden Kosten führen, damit das Projekt nach der Fertigstellung nicht teurer war als die bewilligte Fördersumme. Demnach dürfen sich Teilleistungen aus den Angeboten noch ändern.