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Allgemeine Infos

Allgemeine InformationenPlanung und Auslegung von Wärmepumpen

 

Die Installation einer Luft/Wasser-Wärmepumpe als Heizgerät erfordert die Beachtung geltender Normen, Vorschriften und Gesetze für Wärmepumpenanlagen und Heizungsanlagen.

  • Beachten Sie die Sicherheits- und Ausdehnungseinrichtungen für geschlossene Heizungsanlagen nach DIN EN 12828.
  • Halten Sie die nach VDI 2035 geforderte Wasserqualität ein.

 

Folgende maximale Stoffmengen werden von Mitsubishi Electric gefordert:

  • Ca ≤ 100 mg/l
  • Cl ≤ 100 mg/l
  • Fe/Mn ≤ 0,5 mg/l
  • Cu ≤ 0,3 mg/l
  • pH-Wert 6,5–8,0
  • Bei Überschreiten der aufgeführten Stoffmengenkonzentration kann es zu Störungen der Heizungsanlage und ggf. zum Ausfall der Luft/Wasser-Wärmepumpe kommen.
  • Überprüfen Sie den pH-Wert regelmäßig, da sich dieser verändern kann. Erkundigen Sie sich bei dem örtlichen Versorgungsunternehmen über die jeweilige Wasserqualität.

 

Trinkwasser und Hygiene


Das Themengebiet Trinkwassererwärmung umfasst viele Teilbereiche, die ausführlich in verschiedenen Normen, Gesetzen und Regelwerken behandelt werden. Daher wird das Thema in diesem Kapitel nur anskizziert und soll lediglich als Anstoß dienen, sich mit dieser wichtigen Thematik sensibel auseinanderzusetzen. Die nachfolgende Auflistung der wichtigsten Gesetze und Regelwerke erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Trinkwasserverordnung (TrinkwV) – Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch,
  • DIN 1988 – Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen,
  • VDI 6023 – Hygiene in Trinkwasser-Installationen – Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung,
  • DVGW W 551 – Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungsanlagen – Technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums – Planung, Errichtung, Betrieb und Sanierung von Trinkwasser-Installationen.

Neben den technischen Aspekten im Bereich der Trinkwassererwärmung spielt vor allem der hygienische Aspekt eine besondere Rolle, denn Trinkwasser ist ein Lebensmittel. Daher definiert die TrinkwV 2001 die Anforderung an die Beschaffenheit des Trinkwassers wie folgt:

„Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich
sein.“ (TrinkwV 2001 § 4 Allgemeine Anforderungen Absatz 1)


Zu den bekanntesten Krankheitserregern im Trinkwasser zählen die sogenannten Legionellen (Legionella pneumophila), welche zu schweren Krankheiten führen können. Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 bietet hierfür technische Maßnahmen zur
Verminderung des Legionellenwachstums sowie zur Planung, Errichtung, Betrieb und Sanierung von Trinkwasser-Installationen. Hier gibt es unterschiedliche Merkmale zur Unterscheidung der Trinkwasser-Installation in Klein- und Großanlagen.
Kleinanlagen sind Anlagen mit Speicher-Trinkwassererwärmern oder zentralen Durchfluss-Trinkwassererwärmern unabhängig vom Inhalt des Trinkwassererwärmers und dem Inhalt der Rohrleitung. Die Einstellung der Temperatur auf 60 °C
wird empfohlen und Betriebstemperaturen unter 50 °C müssen in jedem Fall vermieden werden. Der Anlagenbetreiber muss über ein eventuelles Gesundheitsrisiko informiert werden. Großanlagen sind alle Anlagen mit Speicher-Trinkwassererwärmer oder zentralen Durchfluss-Trinkwassererwärmern jeweils mit einem Inhalt von mehr als 400 l und/oder einem Inhalt von mehr als 3 l in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle. Der Inhalt der Zirkulationsleitung wird dabei nicht berücksichtigt. In Großanlagen mit mehr als 3 l Rohrleitungsinhalt sind Zirkulationssysteme einzubauen. 

Die Temperatur des Wassers am Abgang des Trinkwassererwärmers muss zu jeder Zeit mindestens 60 °C betragen. Der gesamte Trinkwasserinhalt von Vorwärmstufen ist mindestens einmal am Tag auf 60 °C zu erwärmen. Zu Großanlagen können gehören: Wohngebäude, Hotels, Altenheime, Krankenhäuser, Schwimmbäder, Sport- und Industrieanlagen oder Campingplätze. 

Nachfolgende Tabelle soll die Unterschiede zwischen Klein- und Großanlagen sowie Anforderungen und notwendige Maßnahmen gemäß DVGW W 551 verdeutlichen. Die Eingruppierung einer Anlage in die entsprechende Kategorie (Klein oder Großanlage) richtet sich im ersten Schritt nach der Gebäudeart.

 

Video: Allgemeines zur Planung und Auslegung von Wärmepumpen